
Cinzia Zanovello, Sopran
In Zürich geboren, zog Cinzia Zanovello 2015 nach Wien, um bei Sylvia Greenberg an der Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien zu studieren. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Mariella Devia, Adrian Eröd, Angelika Kirchschlager und Ian Bostridge.
Cinzia Zanovellos Karriere begann 2022 mit dem Debüt an der Volksoper Wien in „Death in Venice“ von B. Britten und kurz darauf als Valencienne in Franz Lehárs „Die lustige Witwe“, die sie dann auch an der Nationaloper Peking und beim Wertinger Festival in Deutschland sang. Weitere bedeutende Engagements führten die Sopranistin an die Wiener Staatsoper in der Hauptrolle der Uraufführung „Elektrische Fische“, an die Kammeroper des Musik-Theaters an der Wien, an die Volksoper als Sand- und Taumännchen in „Hänsel und Gretel“ und ans Stadttheater Bern, wo sie Gabrielle in „La vie parisienne“ von Offenbach sang.
Cinzia Zanovello ist international für Konzerte und Messen gefragt, etwa beim Zermatt Unplugged Festival, wo sie Arien wie „Casta diva“ und „Ebben, ne andrò lontana“ sang, oder als Solistin für Mozarts Requiem. Mit dem Mozart-Orchester tritt die Sopranistin im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus auf.
Die Sängerin widmet sich außerdem dem Kunstlied, etwa mit dem Liederabend „Impression“, dem italienischen Programm „Serenata“, oder dem Programm über Alma und Gustav Mahler. Außerdem interpretierte sie Lieder von Wilhelm Grosz im Schönberg Center und sang die Weltpremiere des orchestrierten Liederzyklus „Keimlinge“ von Tullio Zanovello.
Bedeutende Zusammenarbeit mit Gerrit Prießnitz, Sir David McVicar, Ruth Brauer-Kvam, Alexander Joel, Aleksey Igudesman, Wolfgang Nägele, Kenza Koutchoukali, Ben Glassberg, Hannah Eisendle, Amelie Niermeyer, Thomas Rösner, Lena-Lisa Wüstendörfer u.a.
2026 erwarten Zanovello einige bedeutende Rollen, etwa die Ottilie in „Im weißen Rössl“ an den Vereinigten Bühnen Bozen, die Titelpartie der „Giuditta“ im Stadttheater Bad Hall, die Juno in „Der Göttergatte“ von Lehár im Festival Bad Ischl, und 2027 die Lisa in „Das Land des Lächelns“ in der Operettenbühne Vaduz. Außerdem steht das Sopran Solo der „Schöpfung“ von Joseph Haydn in Sils Maria, Schweiz, an.
Zanovello ist mehrfache Preisträgerin: Kürzlich gewann sie den Operetten- und Publikumspreis beim Aria d’Oro Wettbewerb in Meran, 2025 bekam sie den Ersten Preis beim Lehár-Operettenwettbewerb Bad Ischl, 2020 den Förderpreis für Lied des 21. Internationalen Musikwettbewerbs Osaka, 2019 den Fidelio-Interpretationspreis für das Programm über Alma Mahler-Werfel, und 2017 wurde sie das „Beste junge Talent” beim Otto-Edelmann-Wettbewerb.
Cinzia Zanovello spricht fließend Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Isländisch und rudimentäres Russisch. Außerdem ist sie ausgebildet in Tanz und Klavier und arbeitete als Regieassistenz für mehrere Opern-Produktionen.